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Trauergruppen

„Lange saßen sie dort  und hatten es schwer,
doch sie hatten es gemeinsam schwer,
und das war ein Trost.
Leicht  war es trotzdem nicht.“
(Astrid Lindgren)

Trauernde brauchen einen schützenden Raum, in den sie sich zurückziehen können, in dem sie ihre Trauer zeigen und leben dürfen, über ihre leidvollen Erfahrungen sprechen und miteinander neue Wege der Hoffnung suchen und finden können. Der Zusammenhalt und das Zusammensein mit anderen Betroffenen vermittelt den meisten Trauernden eine tröstende Geborgenheit. Es entsteht ein Netz von Beziehungen, Verbindungen und Kontakten, das sich – auch über die Gruppentreffen hinaus – als hilfreich, rettend, manchmal als lebensrettend erweist.

Gruppenübersicht

Alle Gruppentreffen finden statt im Gemeindezentrum St. Philipp Neri, Philipp-Neri-Weg 7 (Gut Kullen), 52074 Aachen.

Ein Einstieg ist jederzeit nach Absprache möglich; ein Vorgespräch ist zu empfehlen!

„Nur eine Fehlgeburt?“

Gruppe für Frauen und ihre Partner nach früher Fehlgeburt

Eine Frau, die ihr Kind schon in einem frühen Stadium der Schwangerschaft verliert, hat es besonders schwer, in ihrer Trauer, ihrem Schmerz und ihren Ängsten ernst genommen zu werden. In den Augen vieler Ärzte ist sie ein Routinefall. Ihr Partner, der vielleicht noch keine Gelegenheit dazu hatte, Vatergefühle zu entwickeln, reagiert manchmal verständnislos oder zumindest ungeduldig.
Nicht selten ist die Frau selbst überrascht und erschrocken über die Intensität ihrer Trauer um ein Wesen, das sie nie wirklich kennen gelernt, wahrscheinlich sogar nie gesehen hat. Sie fragt sich, ob sie nicht tatsächlich »übertreibt«, sich hängen lässt oder gar hysterisch ist.
Der hier angebotene Gesprächskreis soll die Möglichkeit bieten, über eigene Erlebnisse zu sprechen oder einfach die tröstende Entdeckung zu machen, dass andere Frauen in einer solchen Situation ähnlich empfinden. Die Gruppe ist auch offen für Frauen, deren Fehlgeburt schon längere Zeit zurückliegt.

Gruppe im Aufbau.

„Gute Hoffnung – jähes Ende“

Fehlgeburt, Totgeburt, Säuglingstod und Schwangerschaftsabbruch aus med. Gründen

Stirbt ein Kind im Mutterleib oder nach der Geburt, scheint die natürliche Weltordnung verletzt. Für viele Eltern ist dieser frühe und unerwartete Tod ihres Kindes ein Schicksalsschlag, den sie oft nur allmählich und unter großen Schmerzen bewältigen können.
In der Gruppe sollen betroffene Eltern einen Raum finden, wo sie über ihre leidvollen Erfahrungen sprechen können, ihrer Trauer Ausdruck geben und miteinander neue Wege der Hoffnung suchen. Die Gruppe ist offen für Mütter und Väter, die ihr Kind durch Fehlgeburt, Totgeburt, frühen Kindstod oder Schwangerschaftsabbruch aus medizinischen Gründen verloren haben.
Einstieg ist jederzeit möglich nach einem Vorgespräch.

mittwochs, 20 – 22 Uhr 14-täglich
Teilnahmegebühr pro Abend: 10€ / Person, 15€ / Paar

Die nächsten Termine:

30.08., 13.09., 27.09., 11.10., 08.11., 22.11., 06.12., 20.12.2017

„Hätt’ ich ein Kind…“

Ungewollte Kinderlosigkeit

Viele Paare trifft es völlig unerwartet, wenn sie feststellen, dass die erhoffte Schwangerschaft nicht eintritt. In dieser Situation können Selbstzweifel sowie Verunsicherung in Bezug auf die Paarbeziehung entstehen und der individuellen Lebensgestaltung Grenzen aufgezeigt werden.
Eine Unterstützung durch das soziale Umfeld existiert meist nicht in ausreichendem Maße, weil Scham und Versagensgefühle ein „darüber Reden“ oft verhindern. Eine schützende Gruppe bietet Raum für den Austausch mit Gleichbetroffenen über verlorene Hoffnungen, Erfahrungen mit der Reproduktionsmedizin und Möglichkeiten alternativer Lebensperspektiven. Der Teufelskreis von Erwartungsdruck und Versagensängsten kann damit durchbrochen werden.

Gruppe nach Bedarf

„Neue Hoffnung wagen“

Folgeschwangerschaft nach frühem Kindstod

Nach einem frühen Kindstod durch Fehlgeburt, Totgeburt oder Säuglingstod ist für Mütter und auch Väter die nachfolgende Schwangerschaft meist überschattet von Ängsten, Sorgen und unverarbeiteter Trauer.
Der Schritt in einen »normalen« Geburtsvorbereitungskurs erscheint dann oft nicht möglich – auch, um andere werdende Eltern nicht zu belasten. Eine spezielle Gruppe für betroffene Schwangere und deren Partner bietet die Möglichkeit besteht, durch Gespräche und Austausch sowie durch spezielle Körper- und Entspannungsübungen seelische Belastungen abzubauen und sich möglichst sorgenfrei auf das erwartete Kind einzustimmen.

Einstieg ist möglich ab ca. 15. SSW

Gruppe nach Bedarf