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Buch: Taras Sternenzimmer

Eine Geschichte von Gerda Palm mit Illustrationen von Ann-Kathrin Hochmuth

Zum Inhalt

Ronnis kleine Schwester stirbt noch vor der Geburt in Mamas Bauch. Gerda Palm, die in Aachen seit vielen Jahren als Trauerbegleiterin arbeitet, hat ein Buch für Kinder verfasst, deren ersehntes Geschwisterchen verstirbt, noch bevor es zur Welt kommt. Das Buch erscheint im Oktober.

Ronni freut sich auf seine kleine Schwester. Doch plötzlich sagt Mama, dass Tara im Bauch gestorben ist. Wie konnte das passieren? Und jetzt? Aus der Sicht eines fünfjährigen Jungen wird erzählt, wie er die kurze Zeit einer Schwangerschaft und deren plötzliches Ende erlebt.

Die Eltern beziehen Ronni sehr früh und liebevoll mit ein und geben ihm damit die Möglichkeit an ihrer Freude und ihren Visionen vom Leben mit einem weiteren Kind, ihren Vorbereitungen, ihrem Verlust und ihrer Trauer teilzunehmen. Dadurch kann er eigene kreative Lösungen entwickeln.

Die Geschichte von Ronni und seiner Familie soll Eltern Mut machen zu einem offenen Umgang mit früher Fehlgeburt und dazu beitragen, dieses abstrakte Ereignis für ihre Kinder verstehbar zu machen. Betroffenen Eltern bietet es Anregungen, was in dieser Situation helfen kann: einen Platz schaffen, Erinnerungen gestalten, gemeinsam Trost finden.

KingKalli 102 Oktober/November 2020

Das Buch ist im Eigenverlag erschienen und kann hier bei mir online bestellt werden.

Rezensionen

Taras Sternenzimmer ist eine große Bereicherung für die Aufklärung und Begleitung von Kindern bezüglich Leben und Tod.

Dieses Buch ist nicht nur für den privaten Haushalt geeignet, sondern sollte in jeder Kita seinen Platz finden. Besonders erfreut haben mich die Illustrationen. Ich lege großen Wert auf eine diversitätssensible Gestaltung bei Kinderbüchern, die nicht immer nur der gesellschaftlichen „Norm“ entsprechen. Die Familienkonstellation zeigt unterschiedliche Hautnuancen und bietet Spielraum in der Interpretation der Ethnien. Ronni ist ein Kind, mit dem sich mein Sohn absolut identifizieren konnte. Das finden wir nicht häufig in Kinderbüchern, und wir sind umso glücklicher, dass hier Identifikationsmöglichkeiten gegeben sind.

Dieses Buch zeigt auf, dass Trauer und Tod zum Leben dazu gehören. Trauer kann kindgerecht begleitet werden. Wir können unsere Kinder nicht vor Verlust schützen, aber wir können lernen, wie wir sie begleiten und auffangen können. Dieses Buch überzeugt nicht nur mit seiner liebevoll, vielfältigen Illustration, sondern auch dadurch, wie mit Trauer und dem Verlust eines geliebten Familienmitglieds umgegangen werden kann. Trauer findet hier ihre Berechtigung, so wie auch alle anderen Gefühle sein dürfen. Die langjährige Expertise von Gerda Palm bezüglich Trauerbegleitung findet sich in jeder Zeile wieder. Dieses Buch war nicht nur für mein Kind sehr heilsam, sondern auch für mich und hat mir und meinem Kind über eine sehr schwere Zeit geholfen. Der Text regte bei uns viele Fragen an, gab Antworten – und fast von ganz allein entwickelte sich durch das Lesen ein ganz eigener Prozess, den ich gemeinsam mit meinem Kind erleben durfte und der uns unglaublich bereichert hat, trotz dieses oft lähmenden Schmerzes.

Das Buch ermutigt dazu, einem solch gesellschaftlich tabuisierten Thema mit Offenheit zu begegnen. Die Anregungen im Nachwort für Fachkräfte und Eltern sind ein wertvolles Gut im Hinblick auf die Thematik der Sternenkinder. Viel zu oft wird suggeriert, dass ein solcher Verlust „nicht so schlimm“ sei. Betroffenen Eltern und Kindern geht es jedoch oft anders. Fast jede 2. Frau ist betroffen! Somit haben auch viele Kinder in Kitas diese schmerzliche Erfahrung machen müssen und ein Recht darauf, in ihrer Trauer begleitet zu werden.
Gerda Palm reagiert mit ihrem Buch auf eine große Lücke!

Melina T., Erzieherin (mit Schwerpunkt „Vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung“) und Mutter eines Sternenkindes und 4jährigen Sohnes.


Ein sehr lohnenswertes Buch, das Eltern und Kindern bei der Bewältigung einer Fehlgeburt große konstruktive Unterstützung bietet.

Eine junge Familie erwartet ein weiteres Kind, gerade hat sie erfahren, dass es unterwegs ist. Mutter und Vater freuen sich und vermitteln diese Freude dem Geschwisterkind.

Das weiß nicht genau, was sich da verändert, aber es schwingt in diese Freude mit ein, spätestens dann, wenn es an die Vorbereitungen geht. Das neue Baby wird erwartet, man richtet sein Zimmer ein, kauft Dinge für es, vielleicht wölbt sich schon der Bauch von Mama, die erklärt, dass darin das Baby ist. So wird das Ungeborene langsam realer, greifbarer für das Geschwisterkind. Und das Kind ist, wie die Eltern, in froher Erwartung – Dann das jähe Ende!

Es kommt zu einer Fehlgeburt. Die Stimmung in der Familie verändert sich so abrupt, dass das Geschwisterkind irritiert, verwirrt ist.

Nun sind die Eltern, selbst noch unter Schock und Trauer, vor der Aufgabe zu erklären, was passiert ist. Wie lässt sich das kindgerecht vermitteln?

Hilflosigkeit macht sich dann oft breit. Darauf hat sich niemand vorbereiten können. Wie die richtigen Worte für das Kind finden? Denn es gibt Erklärungsbedarf, es sollte nichts totgeschwiegen werden. Aber was tun und sagen, um die Irritation des Kindes aufzufangen? Darüber sprechen, nur wie?

Hier setzt das Buch von Gerda Palm an, behutsam geschrieben und liebevoll illustriert von Ann Kathrin Hochmuth.
Das wunderbar kindgemäß beschriebene Drama des Verlustes eines Kindes im Frühstadium der Schwangerschaft wird dem Geschwisterkind so dargestellt, dass es sich einerseits identifizieren kann, verstehen lernt, was passiert ist und gleichzeitig getröstet wird.

Mit Sicherheit wird es nach der Lektüre des Buches zwischen Eltern und Kind(ern) noch viel Gesprächsbedarf geben. Die Eltern und das Kind werden dadurch in Kontakt miteinander gehen, vielleicht gemeinsam trauern können (auch Tränen dürfen sein!) So bauen Eltern und Kind mit Hilfe des Buches die so wichtige Nähe zueinander auf, es kann die Initialzündung sein zur Heilung von dem Schmerz, der durch die glücklose Schwangerschaft über die Familie gekommen ist.

Und: Dieses bereits existierte Leben findet den ihm gebührenden Platz im Familiensystem. Dadurch wird nicht geleugnet oder verschwiegen, was beim Kind zu noch mehr Kummer führen würde.

Durch das Buch wird aber auch vermittelt: Es geht weiter, die Trauer kann überwunden werden, es gibt neue Perspektiven – wie tröstlich!

Ein sehr lohnenswertes Buch, das Eltern und Kindern in dieser Extremsituation eine große, konstruktive Unterstützung bietet.

Man sollte sich Zeit lassen bei der gemeinsamen Lektüre mit dem Kind, viel darüber sprechen ( Gesprächsbereitschaft wird beim Kind durch die detaillierte Illustration geweckt) und das Buch eventuell immer mal wieder zur Hand nehmen.

Der sich anschließende Infoteil ist eine große Hilfe für Eltern, aber auch für Erzieher und Erzieherinnen, mit diesem sensiblen Thema wertschätzend und konstruktiv umzugehen. So gewinnt man mit Hilfe des Buches eine größere Sicherheit und Kompetenz.

Inge Pohlmann, Familientherapeutin

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